Wird „Bieryoga“ zum Trend?


„Schatz, ich gehe zum Sport.“ ist freitags und samstags ab sofort keine Ausrede mehr. Denn seit der Erfindung des Bieryoga, ist Biertrinken Sport – auf gewisse Weise zumindest.

Ein großes Fragezeichen? Hier die Erklärung

Eine findige Dame, die sich Jhula nennt, hat einen vielversprechenden Trend nach Deutschland geholt: Bieryoga! Und woher kommt der Trend? Natürlich wieder einmal aus den USA. Dort soll die außergewöhnliche Sportart beim Burningman Festival entstanden sein.

Schade eigentlich, dass dieser Trend mit dem liebsten Getränk der Deutschen nicht wenigstens von unserer Seite des großen Teichs kommt. Wichtig ist, es gibt ihn. Und Bieryoga ist beliebt!

Jhula ist ausgebildete Yogalehrerin und trinkt nach eigenen Angaben selbst gerne Bier. Da wird „Ohm“ zu „Prost“ und ist vor allem für eigentliche Nichtyogis plötzlich doppelt so entspannend.
Ziel der Begrüßung ist nicht mehr die Sonne, die abends ohnehin nicht mehr scheint, sondern das wohl verdiente Wochenendbier.

Kritiker aus Fachkreisen befürchten, die Konzentration würde unter dem Alkoholkonsum leiden und Sport und Alkohol stünden auch im klaren Gegensatz, was den gesundheitlichen Nutzen anginge.

Nur zwei Bierchen in 60 Minuten

Also weniger, als so mancher als Schlagzahl auf seinem Deckel in der ersten Halbzeit verzeichnen kann. Es geht darum, die entspannende Wirkung von Hopfen und Malz im Bierformat mit der entspannenden und sportlichen Betätigung Yoga zu vereinen und von Synergien zu profitieren. Nicht zuletzt finden auch einige Brauereien und die in letzter Zeit so viel kritisierte Bierlobby die neue Sportart, sagen wir, „sehr gut“.

Zum eigentlichen Synergieeffekt doppelte Entspannung, gesellen sich Spaß und eine ganz neue Perspektive, das Wochenende einzuleiten – auch und vor allem für bisherige Nichtyogis oder gar Nichtsportler. Ja, Alkohol kann auch zu Sport verleiten, liebe Kritiker.

Nicht nur die Idee ist außergewöhnlich. Auch die Veranstaltungsorte, wo Teilnehmer übrigens gemischt geschlechtlich und ab 16 Jahren ihre Matten ausrollen, sind eher Sport untypisch. Clubs, Kneipen und stylische Industriegebäude dienen als Ort des Geschehens. Jeder und jede Yogi bringt Matte, Sportbekleidung, Neugierde, gute Laune und natürlich die Sportgeräte mit: Zwei Flaschen Bier.

Auf die Matte, fertig, Prost!

Es findet eine eigentlich typische Yogastunde statt, in der der Schluck Bier zu einem meditativen Ereignis transzendiert. Die Flasche wird in Posen eingebaut und verlangt vor allem beim Balancieren auf dem Kopf einiges an Körperspannung ab. Aber das hält auch der ungeübte Neuling durch, denn wer möchte seine Hopfenkaltschorle schon verschütten?
Die Kandidaten lernen etwas Wichtiges für das Leben: Das unangenehme Gefühl einer vollen Blase dank Adlerstellung so lange in den Griff zu bekommen, bis das Örtchen endlich frei ist.

Wir lieben Bieryoga!

Eine tolle Erfindung mit viel Potential zu einem absoluten Trend zu werden. Natürlich stehen auch schon einige Brauereien Schlange, eine Veranstaltung zu sich ins Haus zu holen. Spaßiger und gesünder kann fast kein Wochenende starten. Dazu gibt es für den Flirtfaktor zehn von zehn möglichen Punkten. Aktuell finden die meisten Veranstaltungen in Berlin Neukölln statt, wo die lebensfrohe Dreißigjährige alias Jhula zuhause ist!

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