Der Spaß an der Lust

Ich hatte ja immer große Angst vorm Älterwerden. Ich wollte immer Mutter sein, ja, aber älter werden? Schon mein 30. Geburtstag war eine ziemliche Aufregung – im negativen Sinne. Wochenlang war ich panisch, nur um dann festzustellen: So schlimm ist es gar nicht. Mit 40 wurde das alles anders. Ich war entspannt und mit mir im Reinen. Ich mag mich so wie ich bin und das spiegelt sich auch in meinem Sexleben wieder. Ich glaube, Frauen ab 40 haben den besten Sex. Auch mein Mann ist ganz begeistert und meint, die Anziehung hätte ich nichts nachgelassen und wir haben plötzlich viel mehr Zeit füreinander, weil wir uns nicht mehr so sehr von anderen Dingen stressen lassen. Man ist rundum entspannter – und das zeigt sich auch im Bett.

Die nächste Krankheit verhindern

Ich werde als Ärztin oft gefragt: Wie machen Sie das nur, dass Sie selten krank sind, wenn Sie doch aber ständig mit Patienten zu tun haben? In der Tat härtet das ab und stärkt das Immunsystem. Sein Immunsystem abhärten funktioniert aber auch, ohne, dass man dafür täglich mehrere Stunden im Wartezimmer einer Arztpraxis sitzt. Gerade im Winter holt einen schnell ein Schnupfen, der sich auch zu einer schlimmen Grippe ausweiten kann, auch ich bin davor nicht immer gefeit. Dabei kann man das ganze Jahr über einiges tun, um gesund zu bleiben und muss dafür keine Pillen schlucken. Viel Sonne, frische Luft und Sport können schön sehr helfen, um fit und gesund zu bleiben. Mit einem stärkeren Immunsystem hauen einen Viren, die der Sitznachbar in der Bahn verstreut, auch nicht gleich total um. Und, wenn es einen doch erwischt, muss man sich unbedingt schonen, bis man wieder gesund wird. Steht man zu schnell aus dem Krankenbett wieder auf, lässt einen der Körper das schnell wissen. Und ein Gang in die Küche oder zum Kiosk ums Eck ist nun mal nicht dasselbe wie acht Stunden arbeiten.

Augen auf beim Schulweg

Seit die Uhren auf Winterzeit umgestellt sind, ist es früh viel länger dunkel und das aktuelle Herbstwetter trägt dazu bei, dass es eigentlich gefühlt gar nicht richtig hell wird. Meine beiden Kids werden gar nicht richtig wach, habe ich so den Eindruck. Und das macht mir auch ein bisschen Sorgen, denn, wenn die beiden morgens zur Schule gehen, müssen sie gut aufpassen. Halb verschlafen durch die Gegend wandern, kann gefährlich sein. Gerade, wenn es noch dunkel ist, sehen Autofahrer sie ja auch kaum. Deshalb habe ich beiden Jacken mit Reflektoren gekauft, an ihren Rucksäcken haben sie diese auch. Trotzdem, so ganz sicher fühle ich mich damit allein noch nicht. Natürlich sind wir den Schulweg mehrfach gemeinsam abgelaufen und es ist auch kein allzu weiter Weg, aber sie müssen auch einmal die Straße überqueren. Wie oft haben wir das geübt: Links, rechts, links schauen und dann gehen, wenn kein Auto in Sicht ist. Wenn sie mit mir unterwegs sind, machen sie das auch brav. Aber man kann ja auch nicht ständig ein Auge auf die beiden haben. So oft es mir möglich ist, versuche ich aber gerade in der jetzigen Jahreszeit meine Kids mit dem Auto zur Schule zu fahren. Das freut sie auch, da können sie im Halbschlaf von ihrem bevorstehenden Tag erzählen und ich habe noch ein bisschen mehr Zeit mit meinen Jungs.

Haustier weg – was nun?

Als ich gestern vom Krankenhaus nach Hause kam, saßen mein Sohn und sein bester Freund Anton weinend an unserem Küchentisch. Ich kuckte in zwei tränenüberströmte Gesichter und hörte mir die Geschichte der beiden schluchzenden Jungs an. Louis, der Kater von Anton, war verschwunden. Die beiden hatten bereits Zettel mit seinem Foto bedruckt und in der ganzen Nachbarschaft an Bäume und Bushaltestellen geklebt auf der Suche nach dem entlaufenen Haustier. Mit Finderlohn. Zögerlich fragte ich, wie hoch der den sei? 50€ rief Anton schniefend und stampfte mit dem Fuß auf, sein geliebter Anton sei ohnehin unbezahlbar. Die beiden taten mir schrecklich Leid, also habe ich vorgeschlagen, dass wir uns nochmal gemeinsam auf die Suche machen. Louis war ja am Tag zuvor noch Zuhause gewesen, und oftmals kommen Katzen nach ausgedehnten Spaziergängen von allein zurück. Wir waren zwei Stunden im Kiez unterwegs – kein Louis. Ich brachte Anton dann nach Hause und als seine Schwester die Tür öffnete, hatte sie einen schnurrenden Kater auf dem Arm, der leise miaute beim Anblick seines anderen Herrchens. Anton war überglücklich und strahlte von einem Ohr zum anderen. Seine Mutter schlug ihm dann vor, den Kater registrieren zu lassen, damit sie auch künftig auf Nummer sicher wären. Besser ist das wohl!

Blühende Natur in die Wohnung bekommen

Mittlerweile haben die Bäume kaum noch Laub an den Ästen, es wird immer früher dunkel und auch sonst wirkt es draußen mit dem oft grauen Himmel eher trüb. Der Winter kommt. Und damit meine Stimmung nicht mehr völlig in den Keller abrutscht beim Blick aus dem Fenster, muss ich mir dringend etwas einfallen lassen, wie ich die blühende Natur in meine Wohnung bekomme. Meine Balkonpflanzen habe ich schon in den Keller zum überwintern geräumt. Man muss ja schon gut aufpassen, dass man die Pflanzen rechtzeitig vor dem ersten Bodenfrost in Sicherheit bringt. In die Wohnung kann ich sie ja auch nicht stellen, bei der warmen Heizungsluft würden sie ganz schnell eingehen. Man kann ja aber auch ein paar hübsch leuchtende getrocknete Pflanzen aufstellen. Und ich werde mir eine Scheinbeere besorgen. Die setzen super Akzente im winterlichen Weiß-Grau.

Die Tricks der Online-Händler

Ich bringe oft in Doppelschichten viele Stunden im Krankenhaus zu. Wenn ich dann spät abends oder nach einer Nachtschicht nach Hause komme, habe ich wenig Lust, noch durch die Läden in der Stadt zu streifen und shoppen zu gehen. Oft sind die Geschäfte auch längst geschlossen, wenn ich Feierabend habe. Und am Wochenende spiele ich lieber mit meinen beiden Kids, als stundenlang über den Ku’Damm zu laufen. Deshalb ist Online-Shopping eine prima Alternative für mich. Hier kann ich in Ruhe von der Couch aus gezielt nach den Dingen suchen, die ich brauche und die Post bringt mir alles direkt ins Haus. Kein lästiges Anstehen in Umkleiden mehr und kein Tüten schleppen. Einen Haken hat die Sache aber doch, wie mir neulich Lena erzählte. Anscheinend muss man ziemlich aufpassen und die Tricks der Online-Händler kennen, damit man nicht betrogen wird. Zum Glück hat mir meine Schwester alle aufgezählt, damit ich auch weiter sicher online shoppen kann.

Wohin mit alten Medikamenten?

Meine Nachbarin ist eine nette alte Dame, die sich gern ärztlichen Rat bei mir holt. So gut ich abseits des Krankenhauses ohne Stethoskop und Co. helfen kann, gebe ich ihr auch gern Ratschläge und berate mit Hausmitteln. Darüber freut sie sich immer sehr. Gestern stand sie gerade vor den Mülleimern, als ich nach Hause kam. Sie grüßte mich und jammerte: “Frau Doktor, sagen Sie, ich weiß gar nicht recht. Früher hat man die Medikamente immer in die Apotheke gebracht, aber wer macht das denn heute noch? Noch dazu ist die Apotheke vorn an der Straße umgezogen und jetzt wirklich weit weg und nicht mehr für mich zu Fuß zu erreichen. Doch soll ich die jetzt einfach in den Müll werfen? Ich weiß nicht, gelangen die dann in die Umwelt? Das will ich natürlich nicht. Wohin mit den alten Medikamenten?” Ich konnte sie beruhigen und wir haben zusammen durchgeschaut, welche der abgelaufenen Medizin wie entsorgt wird. Die übriggebliebenen habe ich ihr dann abgenommen und vernichte sie fachgerecht im Krankenhaus.

Erste Hilfe Kurs

Als Ärztin weiß ich natürlich bestens über Erste Hilfe im Notfall Bescheid. Mein Mann hingegen sah da ganz schön alt aus, als wir neulich im Spaß Erste Hilfe Übungen durchgespielt haben. Sein Arbeitskollege hatte ihm davon erzählt, dass er einen Auffrischungskurs für Erste Hilfe im Straßenverkehr mitgemacht hat. Das stimmte meinen Mann nachdenklich. Wie fit war er, wenn es darauf ankam, jemanden Mund zu Mund zu beatmen? Küssen kann er ja prima, aber das ist nun mal nicht dasselbe. Und stabile Seitenlage, fragte er mich, wie ging die gleich noch? Nach rechts drehen und den Arm unter den Oberkörper schieben, murmelte er zweifelnd vor sich hin. Gar nicht so einfach, wenn man den Kurs zum letzten Mal als Teenie für die Führerscheinprüfung abgelegt hat. Bei meinem Mann ist das nun fast zwanzig Jahre her. Allein darauf zu hoffen, dass einem im Notfall alles einfällt, würde ich nicht empfehlen. Dann lieber alle fünf Jahre die Erste Hlife-Kenntnisse auffrischen. Das hat mein Mann auch gemerkt und macht nun beim Deutschen Roten Kreuz einen neuen Kurs. Der dauert nur ein paar Stunden und kann im Zweifel Leben retten.

Zecken an Bord

Ich habe mich am Wochenende entschieden, mit den Kindern einen Ausflug in den Wald zu unternehmen und gemeinsam mit ihnen zu picknicken. Wir haben gemeinsam alles zusammengepackt und sind mit dem Fahrrad in den Wald gefahren, hier konnten sich meine beiden mal richtig schön austoben. In der Nähe des kleinen Bachs haben wir dann auch gemütlich gepicknickt. Wieder zuhause angekommen waren die Kids natürlich total k .o., das Ziel war also erreicht. Beim Fertigmachen fürs Bett hab ich dann das erste kleine Tierchen erwischt: An meinem Arm hatte sich eine Zecke festgebissen. Auch bei den Kindern konnte ich einige der lästigen Blutsauger finden, ich habe sie natürlich alle direkt entfernt, da ich alles zum richtigen Entfernen von Zecken zuhause hatte. So konnten wir dann beruhigt schlafen gehen, auch wenn mich noch ein paar Mal das Gefühl überkam, als würde an mir irgendwas krabbeln – dem war jedoch zum Glück nicht so.

Kranke Kinder

Kaum aufgewacht ging das Spektakel schon los. Die Kinder haben Bauchweh. Immerhin haben sie sich meinen freien Tag ausgesucht, ich musste mich also nicht im Krankenhaus abmelden. Die ersten Fragen nach dem Grund des Bauchwehs blieben erfolglos, ich war nicht wirklich schlauer als vorher. Als ein Kind dann allerdings zur Toilette rannte, war klar: Sie hatten Durchfall. Es gibt zum Glück ein paar gute Tipps gegen Durchfall bei Kindern. Eine strikte Bettruhe ist bei Kindern ohnehin nicht wirklich durchzuhalten; es ging ihnen aber dann im Laufe des Vormittags schon wieder besser und sie wollten wieder herumtoben. Doch ich kenne ja die Tricks meiner Kleinen und weiß sie einzuschätzen. Ich habe sie den ganzen Tag über gut im Auge behalten, die beiden haben sich dann aber auch schnell wieder erholt. Wahrscheinlich haben sie bloß mal wieder ein paar Süßigkeiten zu viel gegessen, als sie bei Lena waren.